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Prophetische Denkweise
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Quadragesimä 1
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Quadragesimä 2
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Osterzeit
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Judentum
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Neue Lieder 1
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Sprecht vom Frieden
1. Nun vom Frieden sprecht und geht, * Christus will immer mit euch sein; * Sein Geist ist der Wind, der weht, * der euch trägt, der macht euch rein!
2. Jesu Würde, Himmels Macht, * krönt eure Herzen, wie das Haupt, * Christus König ist die Pracht, * in dem Dienst - in seiner Braut.
3. Wahre Priester dieser Welt * entsendet Gott von seinem Thron, * und in Ihm seid ihr bestellt, * zu dem Licht, zu seinem Sohn.
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Ökonomisch denken ur
Hinter jedem „Öko“ verbirgt sich das griechische Wort für Haus – „Oikos“. Ökonomie setzt 2 Worte zusammen – hinzu kommt das Gesetz oder „Nomos“. Zusammengesetzt heißt es die Haushaltung einerseits, anderseits bedeutet es die Hausverwaltung, jedoch niemals das Hausgesetz. Wie würde es ausschauen, wenn man den Ökonom zum Hausgesetz erhöbe? Während der Ökonomie im weltlichen Bereich eine besondere Bedeutung zugemessen wird, davon spricht der Kleine wie der Große, der Arme wie der Reiche, da dieselbe wesentlich zur nackten Existenz gehört, wird die Ökonomie des Glaubens und des geistlichen Lebens so ziemlich unterdrückt. Sie wird so empfunden, als sei sie in der Kategorie der Unterscheidung auf der weltlichen, irgendwie auf der unheiligen Seite. Auf die heilige Seite kann man Armen-, Dank- und sonstige Opfer stellen – denn für die meisten ist die Ökonomie eng mit Geld und Geschäft verbunden.
Gewiß wird der Hausverwalter und die Hausverwaltung vom HErrn Jesus im Evangelium häufig erwähnt. Er unterscheidet außerdem den guten und gerechten Hausverwalter vom ungerechten und untreuen. Diese Unterscheidung läßt uns erfahren, daß es ein geistliches Gut gibt, dessen Besitzherrschaft göttlich ist. So wünscht sich jeder, im Weinberg Gottes zu stehen – wenn auch nicht als Verwalter, dann mindestens als Arbeiter auf dem Gut des HErrn. Nur dazu zu gehören bedeutet uns viel. Darum ist jeder, der nicht dazu gehört „verloren“, da derselbe durch das „Nichtdazugehören“ eben nicht zu den Auserwählten – zu den Gerechten oder Erlösten gehört. Bereits das Gleichnis vom untreuen Verwalter (Lk. 16, 1-10) läßt uns erahnen, daß der göttliche Sinn anders ist.
Den ökonomischen Begriff begründete Paulus auf eine so tiefe Art und Weise, daß es zur Lebensphilosophie der Kirche wurde. In der Ermangelung der sprachlichen Begriffe wird das Wort Ökonomie auch als Amt übersetzt, manchmal als Vorsehung u. v. mehr. Auch hier wird das Amtliche und das Prophetische recht schnell zum Gesetzlichen interpretiert. Aus dem Zusammenhang gerissene Gedanken tragen ähnliche Früchte – wer das Gesetz nicht anerkennt, wird nicht anerkannt und wer es ignoriert, wird ignoriert. Auch hier schlägt das fundamentalistische Glaubensdenken bei diesem großartigen gesamtbiblischen Begriff in Ausschließung und Verleumdung fehl. Zwischen dem Tag und der Nacht liegt sowohl die Abenddämmerung, als auch die Morgenröte, wie zwischen weiß und schwarz eine breite Grauzone besteht. Ebenso sind es zwischen dem kochend heißen Zustand des Wassers (100°) und dem eisbildenden Kalten (0°) ganze 100°.
Wer folglich göttlich oder ökonomisch denkt, muß zwischen dem Bösen und dem Bösen unterscheiden. Ein unfolgsames Kind ist böse, auch manch Erwachsener – die Pflege der kirchlichen Akribie (Schriftdeutung) wird aber schnell den Beweis erbringen, daß diese Bosheit nicht vom Teufel, dem Vater der Bosheit stammt. Wenn man auf einem Feldweg unachtsam läuft, kann man recht schnell „auf die Schnauze“ fallen. Der unachtsame Lauf bedeutet dabei keineswegs die Mißachtung der Beschaffenheiten des Pfades – selbst der achtsame kann aus vielerlei Gründen fallen – nach biblischer Botschaft fällt der Gerechte 7mal am Tag. Wenn es bei einem solchen Fall zu keiner Verletzung kam, dann war derselbe nicht böse. Ein böser Fall schließt somit eine ernste Verletzung und unbeliebte Verschmutzung ein. Zwar ist es jederzeit gut, die Himmel, den Thron des Höchsten zu bewundern, wenn man sich auf einem Weg befindet, ist es nicht mehr ratsam. Die ökonomische Denkweise lehrt uns, die Ausnahmen der Regel als Regelbestätigung zu begreifen, und nicht als Rechtsbruch. Auch die Gnade läßt uns die Gerechten von den Gerechten unterscheiden, ohne die einen dabei zu den „Quasigerechten“ zu zählen – beide sind im HErrn gerecht. Geistliche Ökonimie ist erst dann ungeistlich und unökonomisch, wenn sie von der Gnade Gottes gerissen und die Kunst der Akribie vernachlässigt wird. Die geistliche Ökonomie ist halt eine prophetische Denkweise.
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Prophetische Rede
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Prophetenworte ur
Zur Heiligkeit des Hauses Gottes gehört die lebendige Prophetie. Auch wenn uns unsere Gedanken an Jesum fesseln und die Verwandlung unseres Lebens von Gott überzeugt – besonders dann erfahren wir die Nähe Christi, wenn das Wort der Weissagung ausgesprochen wird. Die Prophetenworte vertiefen jeden Gottesdienst und lassen uns das göttliche Geheimnis aufs Neue begreifen.
Wenn wir in der heiligen Liturgie die biblischen Worte vor dem HErrn lesen – die ausgesonderten Weissagungen, welche jederzeit gültig sind, und wenn wir bei einer solchen Vorlesung das göttliche Wort vor dem HErrn als sein heiliges Zeugnis einem Speisopfer gleich vorlesen, erleben wir als Antwort eine Speisung in den prophetischen Äußerungen. Der liturgische Vortrag ist dabei wichtig, um seine Worte Ihm mit reinem Geist darzubringen, welcher die Sehnsucht nach seinem Unterricht erweckt. Der Geist der Anbetung ist es, der das Schriftzeugnis in der Darbringung ehrt, damit nicht wir, oder unser Geist das Zeugnis deutet, sondern Sein Heiliger Geist. Dergleichen ist der Geist der Anbetung, welcher die prophetische Rede vernimmt – ein Geist, welcher zuhört und nicht deutet, welcher sich in der Hoffnung ernährt und noch nicht verdaut. Die Weissagungen sind jener Speise gleich, welche einst in der Wüste täglich neu gegeben war, das himmlische Brot, welches nur an einem Tag nahrhaft war und am nächsten verdarb. Im geistlichen Vorbild gab es daraus jedoch zwei unterschiedliche Sammlungen – jene für das Wochenende und jene für die Aussonderung der Bundeslade. In der Bundeslade verdarb das Manna nicht – als ein Zeugnis der heiligen Worte der Schrift, welche als Weissagung immer gelten. Das Manna für den Ruhetag hingegen blieb nur 2 Tage unverdorben. Diesem verderblichen Manna gleich sind die prophetischen Äußerungen, die wir einem Wüstengang gleich auf unserem Weg erfahren – die für den Tag erbaulichen und die für unser Amtswerk des Ruhetags erforderlichen. So sehen wir in seinem Licht das Licht, aus seinem Spruch begreifen wir das vorgelesene Wort und erlangen die Fähigkeit, das Geheimnis wahrzunehmen und im geistlichen Ereignis Gott zu begegnen. Es mag sein, daß uns dabei der Sinn der Schrift oder die Zukunft des HErrn aufgeschlossen wird, für uns zählt die heilige Begegnung. Sie ist eine Erfahrung, welche bildet und erbaut.
Gottes Gnade will sich im Prophetenspruch erfahrbar machen. Der Himmlische neigt sich uns schwachen Menschen zu, um uns in seiner Ökonomie zu unterweisen, damit wir Paulus gleich befähigt werden, darin zu dienen. Unsere Verderblichkeit macht diese Prophetenworte nur für gewisse Zeit genießbar, damit wir in der Vollkommenheit wachsen. Dieses Wachstum macht sich dann bemerkbar, wenn uns die ewigen prophetischen Worte aufgeschlossen werden, damit die Vollkommenheit ein Teil unseres Wesens werde, um uns ebenso vollkommen zu machen. Da wir den Unvollkommenen dienen sollen, bleiben die prophetischen Weissagungen in der göttlichen Ökonomie auf Zeiten und Fristen beschränkt – als eine Gabe für die Stärkung der Schwachen. Wer aber seine Schwäche erkannt hat, ist stark.
Auch wenn uns manche Äußerungen der Amtspropheten beeindrucken und so zeitlos wirken, sind sie immer nur ökonomisch zu verstehen. Als Zeugnis Jesu dienen sie zu unserer Erinnerung an Ihn, an seine Gedanken, Worte und Werke. In mancher Apostelschrift des Neuen Testaments sind sie angedeutet, jedoch niemals aufgeführt. Ohne die Worte der Weissagung wären wir arm – mit denselben werden wir aber ärmer, damit die Quelle des Heiligen Geistes als ein reicher Schatz empfunden wird. Nur in diesem Verständnis werden wir jeden Tags aufs Neue befähigt, Propheten in dieser Zeit zu sein – Gnade und Ermahnung auszusprechen.
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Apostolisch - Prophetisch
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Das doppelte Zeugnis ra
Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt. 18, 20)
Eine wirkliche Gotteserfahrung ist letztlich nur in der Gemeinschaft machbar. Allein für sich kann der Mensch Gott nicht erkennen, er braucht ein Gegenüber, eine Reaktion auf sein Ich und sein Verhalten. Von diesem Gegenüber zeugt bereits der Schöpfungsbericht, denn Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. (Gen. 1, 27)
In Gemeinschaft (Koinonia) mit Christus zu sein, seinen Willen zu kennen und zu bezeugen, seine Gedanken zu erfahren und umzusetzen, seine Werke zu erkennen und zu tun – all das sollte selbstverständlich sein im Hause Gottes. Unser Hohenpriester Christus übt seine lebendige Hauptschaft durch den Heiligen Geist aus, welcher den Seinen gegeben ist. Diese Geistbegabung ist aber unterschiedlichen Charakters – Das alles bewirkt ein und derselbe Geist; einem jeden teilt er seine besondere Gabe zu, wie er will. (1. Kor. 12, 11)
Jede dieser Geistesgaben ist einzigartig, und erst wenn zwei oder mehrere dieser Gaben zusammentreffen, kann das geschehen, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört; das offenbar werden, was in den Tiefen der Weisheit Gottes verborgen liegt; der göttliche Gedanke erfasst und seine Herrlichkeit offenbar werden.
Das gesetzmäßige Vorbild für diese göttliche Einrichtung erkennen wir bereits beim Betrachten der Bundeslade im Allerheiligsten der Stiftshütte. Vom Raum zwischen den beiden ganz aus Gold getriebenen Cherubim her, welche ihre Flügel über die Sühneplatte ausbreiteten und sich anschauten, sprach Gott zu Mose. Die beiden Cherubim – ein Sinnbild für das zweifache Zeugnis der Apostel und Propheten – erst wenn sich die Blicke beider treffen, erst wenn die Vorstellung des einen, durch den unabhängigen Willen des andern bestätigt wird, erst dann kann sich die Herrlichkeit des HErrn offenbaren.
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