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Quadragesimä 1
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Quadragesimä 2
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Osterzeit
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Geistlich
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Judentum
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Einweihung
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Einweihung - was ist das? ga
Einweihung heisst grundsätzlich, in etwas Neues, bis dato Unbekanntes, Geheimnisvolles, eingeweiht zu werden. In diesem Kontext wird das Wort auch noch ganz normal gebraucht. Ein weiterer Wortgebrauch ist Einweihung oder Weihung im Sinne einer Widmung: etwas oder jemand wird in den Dienst einer bestimmten Sache, einer Person oder eines Gottes gestellt.
Beides steht in Bezug zueinander, denn wirkliche Geheimnisse teilt man jemandem nur mit, wenn man ihm vertraut, und wenn man von ihm erwartet, dass er sich und das erhaltene Wissen für eine gemeinsame Sache einsetzt.
Ein anderes gebräuchliches Wort für dieselbe Sache ist INITIATION. Verbunden mit der Einweihung ist oft ein Zeremoniell, man spricht von Einweihungs- oder Initiationsriten.
Zu Beginn der Einweihung steht das Verlangen, etwas in Erfahrung zu bringen. Wer spürt, dass er sich im Dunkeln befindet, macht sich auf den Weg, um nach einem Lehrer oder einer Erfahrung zu suchen, die ihm das ersehnte Licht gibt. Wer das ersehnte Wissen erlangt hat, wird selbst zum Meister, er beherrscht eine Sache. So wurde jener erste Mensch, der mit Feuer umzugehen gelernt hat, zum Hüter des Feuers und somit für die anderen zu einem Priester. Die jüdischen Priester hüteten das heilige, von Gott entzündete Feuer, und im übertragenen Sinne ist das 'Hüten des Feuers' noch heute eine Aufgabe des Priestertums.
Wer einmal in einem bestimmten Bereich die Initiation erlebt hat, sammelt Wissen um Wissen, wie auch das Feuer eine Vielzahl von Entdeckungen und Möglichkeiten gebracht hat.
Eine Einweihung ist nicht ein einstufiger Akt. Der Meister gibt sein Wissen nicht jedem weiter. Der Schützling muss sich auf die Einweihung vorbereiten, er muss – mehr oder weniger explizit – eine Prüfung bestehen, bereits bevor es zur Einweihung kommt. Er muss sich dem Geheimnis hinreichend nähern.
Zu dem vorbereitenden Lernen kommt, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, der Akt der Einweihung selbst, der eine Erfahrung mit sich bringt und wiederum die Grundlage ist, überhaupt weiterzukommen. Für die Einweihung wird ein Symbol verwendet, welches das Wesen dessen, um was es geht, zeitlich und räumlich erfassbar macht. Die Einweihung bedeutet, eine Schwelle zu überschreiten, und wenn alles vorhanden ist, das Symbol, der richtige Zeitpunkt und die bewusste Absicht (Intention), so ist dieser Schritt eine wirkliche Überwindung eines Hindernisses und ein Eindringen in einen anderen Bereich. Man schreitet in einen unerforschten Raum und muss dabei den 'Hüter der Schwelle' oder den 'Schrecken der Schwelle' überwinden: Geister oder Geist-Geschöpfe, welche den Initianten hindern wollen.
Nach der Einweihung geht das Lernen weiter, es folgt jene permanente Haltung, wo man in den gelernten Geheimnissen verharrt und sich vertieft, bis man – je nach Zusammenhang – an der Schwelle zum nächsten Grad steht.
Es gibt 'Initiationen' mit verschiedenen Zielsetzungen; das Ziel, von dem wir reden, ist vorgegeben, wobei wir zugeben müssen, dass wir es eigentlich nur erahnen, solange wir nicht eingeweiht sind. Zum Lernen braucht es eine Offenheit und Bereitschaft für das Unbekannte, etwas, das der menschlichen Natur zutiefst wiederstrebt. Es gibt in der menschlichen Natur einen Mechanismus, der will, dass die Dinge so bleiben, wie sie sind. Man will ein Fortbestehen dessen, was man kennt, insbesondere ein Fortbestehen der eigenen Gewohnheiten.
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Geistliche Betrachtung der Vorzeit Quadragesimä
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Vorzeit Quadragesimä ur
Mit Fasten und Beten begegnet man Gott jederzeit. Zu fasten bedeutet jedoch nicht nur, sich der Speisen, bestimmter Getränke und leiblicher Verhaltensweisen zu enthalten. Dahinter verbirgt sich eine solche Haltung, mit welcher wir dem HErrn Jesus dienen, um vom himmlischen Vater geehrt, folglich – um erhört zu werden. Für diesen Dienst legen wir alles ab, was uns vom HErrn trennen kann, damit wir im Geist des Gebets anbeten, d.h. die göttliche Gegenwart in unserem Leben erfahren.
Die Fastenzeit ist keine übliche Gnadenzeit, alljährlich dem hohen Ostertag als geistliche Vorbereitung vorangestellt. Deshalb wird sie „österliche Bußzeit“ genannt und nicht selten mit der Übung des Fastens verwechselt. So meinen manche, von ihren Lastern sich in dieser Zeit verabschieden zu müssen, oder die entsprechende Enthaltsamkeit zu kosten. Die 40-tägige Zeit der Buße (Quadragesimä) ist keine einheitliche Osterfrist. Seit jeher unterscheidet man darin die Zeit der Buße vom 2-wöchigen Leidensgedächtnis Jesu Christi. Und wie die Passionszeit eine Woche der Vorbereitung für die heilige oder große Woche (Karwoche) einschließt, so bereiten wir uns 3 Wochen auf die erwähnte Buß- und Passionszeit vor. Wir wissen ja – die Buße ist jene heilige Zeit, in welcher wir den Vorsatz fassen, der Aufforderung Jesu zu folgen und nicht mehr zu sündigen. Den Gnadenstand eines Büßenden macht das Werk des Heiligen Geistes aus, der den Büßer aus der Macht der Sünde befreit. Und wo der Heilige Geist wirkt, dort geschieht jene Weihe, welche uns fähig macht, den Gnadenstand der Heiligen, d.h. der Gerechten vor Gott wieder zu erlangen.
So nutzen wir die Vorzeit Quadragesimä zur Gewissensprüfung. Wir wissen, daß der Absolutionszuspruch in den liturgischen Diensten lediglich der Fußwaschung entspricht, in welcher wir uns, in der priesterlichen Versammlung mit unserem Hohenpriester Christus, zum liturgischen Dienst befugt empfinden. Zwar ermöglicht uns die liebende Absicht Gottes, trotz aller Sünden und Fehltritte, seine Güte zu erfahren, und die Erklärung unserer Zulassung befähigt uns, in der Stunde des Gottesdienstes dem Heiligen zu begegnen. Sie hebt jedoch jenen Schaden nicht auf, für welchen Gott in seiner Gerechtigkeit bürgt.
Unser Gott beugt nicht das Recht der Betrogenen, der Verletzten, der Geschädigten, der Verlassenen, der Verleumdeten und aller, die sich auf seine Gerechtigkeit berufen. Da sich jeder Einzelne von uns gerne der Gerechtigkeit Gottes empfehlen möchte, so suchen wir, Gnade vor Recht in Anspruch zu nehmen. Da wir uns dem Wohl des Nächsten mit dem heiligen Siegel geweiht haben, suchen wir nicht seine Ungerechtigkeit, um uns dadurch zu entschuldigen, sondern dort, wo uns unser Nächster Leid und Unrecht angetan hat, üben wir das, was wir für uns erwarten – Gnade vor Recht. Diese Suche ist heilig – dem Gebet und Gottesdienst der Vorzeit Quadragesimä gewidmet. Dadurch wird auch unsere Gewissensprüfung ebenso geheiligt. Denn wir erforschen unser Inneres nicht, um einen Beichtgrund zu finden, sondern um uns für die heilige Beichte der Versöhnung äußerlich zu salben, damit unsere Bußzeit nach der einzig möglichen dauernden Auslöschung der Schuld und Sünde in der Beichte unverkennbar sei. – Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, daß du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Mt. 6, 17-18)
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Druckfassung des Beitrags bei den liturgischen Zusätzen Weiterleitung
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Quinquagesimä
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Esto mihi ra
Sei Du mein Fels, meine Fliehburg; um Deines Namens willen führe und leite mich Du. Ps. 31, 3b
Quinquagesimä oder Sonntag vor Quadragesimä (40-Tage-Zeit) erinnert uns an die Erscheinung Jesu im brennenden Dornbusch – Dort erschien ihm der Engel des HErrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch emporschlug. Er schaute hin: Da brannte der Dornbusch und verbrannte doch nicht. (Ex. 3, 2) Der bezeugte Engel des HErrn ist zugleich der Engel des Bundes, der als wahrer Gott und wahrer Mensch die unvereinbaren Naturen des Feuers und des Holzes eint, welche die göttliche und menschliche Natur in der heiligen Schrift bezeugen. Das Feuer brannte in Ihm, als Er in der Knechtsgestalt die Suche nach dem Verlorenen nicht aufgab, sondern sich entäußerte bis zur Bitterkeit der Verleumdung und des Verrats, bis zur Auslieferung in die Hände der Heiden. Diese trieben Hohn und Spott mit dem demütigen Gottesknecht, verurteilten Ihn im Schauprozess und unter der Inschrift „Jesus Nazarener, König der Juden“ kreuzigten sie Ihn. Und da erst loderte der Feuersturm des göttlichen Wesens, welches die Liebe ist, denn statt Rache rief der König der Juden in der Todesstunde über alle Beteiligten – vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Die vollkommene, sterbliche Natur knickte einem Ast gleich und starb zum Frieden, d.h. zum Heil aller. Es ist derselbe Engel, der bekundete – Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhüllte Mose sein Gesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. (Ex. 3, 6)
Diese Botschaft (griechisch Angelia), welche im Morgendienst den göttlichen Namen anbetet und verkündigt, den Boten mit der Botschaft gleichsetzt (griechisch Angelos) und somit zugleich zu einem Zeichen macht – nicht nur zu einem Boten, der eine Botschaft überbringt (griechisch Angelies), ehrt der Abenddienst – Wir aber, die dem Tag gehören, wollen nüchtern sein und uns rüsten mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil. Denn Gott hat uns nicht für das Gericht seines Zorns bestimmt, sondern dafür, daß wir durch Jesus Christus, unseren HErrn, das Heil erlangen. Er ist für uns gestorben, damit wir vereint mit ihm leben, ob wir nun wachen oder schlafen. Darum tröstet und ermahnt einander, und einer richte den andern auf, wie ihr es schon tut. (1. Thes. 5, 8-11)
So leitet uns die Heilsabsicht Gottes den ganzen HErrentag an, das Göttliche und Unvergängliche in uns zu erspüren. Die Epistelworte sind der Liebeshymnus, ein Zeugnis dessen, was in uns göttlich und ewig ist. Nur die Liebe schafft es, das Prinzip Gnade vor Recht zu erfassen. So wird auch das „Esto mihi“ des Tages und der Woche klar, weil es jeder in seinem Innern spürt. Unser Gott leitet uns an und gibt uns das Vorbild der Liebe und des Liebeszeugnisses, wie im eucharistischen Evangelium verkündet wird – Jesus versammelte die Zwölf um sich und sagte zu ihnen: Wir gehen jetzt nach Jerusalem hinauf; dort wird sich alles erfüllen, was bei den Propheten über den Menschensohn steht: Er wird den Heiden ausgeliefert, wird verspottet, mißhandelt und angespuckt werden, und man wird ihn geißeln und töten. Aber am dritten Tag wird er auferstehen. (Lk. 18, 31-33)
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Göttliches Gnadenwerk
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Wie auch wir vergeben unsern Schuldigern... ra
Einmal im Jahr begeht die Kirche eine gemeinsame Bußzeit, die heiligen 40 Tage Vorbereitung auf die hohen Feierlichkeiten der Geheimnisse unseres Glaubens. Wir bereiten uns auf die Osterzeit ab dem Sonntag Septuagesimä bis Aschermittwoch in besonderer Weise vor, denn diese Zeit ist unserer Selbstprüfung gewidmet, in welcher wir das an uns begangene Unrecht erfassen sollen und gleichzeitig verpflichtet sind, dasselbe unseren Schuldigern zu vergeben.
Um von Gott die Absolution verlangen zu können, ist, wie bei jeder persönlichen Beichte auch, vom Büßer zuallererst die Vergebung des an ihm begangenen Unrechts erforderlich. Die Art und Weise wie wir dieses Gebot des HErrn umsetzen, ist gleichzeitig der Maßstab der Gnadenerweisung Gottes an uns. Um dieser Selbstprüfung auch liturgisch Raum zu geben, halten wir nach dem Zeit- und Wochengebet eine Gebetsstille.
Statt eines Tagesgebetes beten wir im Herzen zu allererst für uns, dass uns die Erfahrung der Ungerechtigkeit nicht kränke, sondern im Glauben stärke, um die Erfahrung der Glaubenskraft fürbittweise jenen zu widmen, welchen man das Unrecht verzeihen möchte. Wo wir das bereits vergebene Unrecht noch nicht vergessen können, bitten wir um Gottes Beistand, um Jesum gleich an die Sünde nicht mehr zu denken, sondern dem Willen unseres himmlischen Vaters gemäß in Liebe die Schuld, die uns so sehr verbittert und verletzt hat, auch gänzlich aus dem Gedächtnis zu löschen.
Es mag sein, dass dabei auch eine Ermahnung dem Schuldner hilfreich ist, worin jedoch unsere Absicht bekräftigt werden soll – „Schwamm drüber.“ Die Heiligkeitsdimension dieser heiligen Tat wird durch das stille Herzensgebet vollendet.
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